Mittwoch, 11. September 2013

ROE im Bankensektor

John Cochrane verweist in seinem Blog auf ein Stückchen Evidenz dazu, dass sich auch im Bankensektor die Erkenntnis durchsetzt, dass der von Investoren geforderte ROE nicht unabhängig von der Risikostruktur der Firmenoperationen ist.
 "The other heartwarming big picture: Banks have figured out that maybe the Modigilani-Miller theorem works after all. You can operate with lower risk, lower beta, lower return on equity. That's what's going on, basically, at Morgan Stanley. And made even clearer in the Financial Times:

Credit Suisse’s chief executive has laid out a vision for a banking industry with lower but more sustainable returns and has vowed to never again make losses. 
Brady Dougan... said Credit Suisse’s aim of an average 15 per cent after-tax return on equity was a much more dependable promise over the long term than the sector’s pre-crisis 20 to 30 per cent targets.
Lower risk, lower beta, less chance of failure, lower return on equity. So much for the claim banks had to give shareholders an absolute ROE independent of beta and volatility."
Wenn die Tendenz dahin geht, wäre das eine begrüßenswerte Entwicklung. 
 
Mir ist nämlich bei so manchem Gespräch mit Leuten aus dem Bankensektor klar geworden, dass der Verweis auf geforderte ROE-Level - ohne deren Erreichen Banken angeblich keine Kapitalgeber finden, wodurch eine Erhöhung der Eigenkapitalbasis nur unter dramatischer Reduzierung der Bilanzsummen möglich wäre - oft nicht etwa eine nur in der Öffentlichkeit vorgetragene taktische Position darstellt - sondern die tiefe Überzeugung der Banker reflektiert (, obwohl die Arbeit von Modigilani-Miller eben (von steuerlichen Askpekten abgesehen) eben etwas ganz anderes impliziert).

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