Mittwoch, 25. September 2013

Zinsen und Sparer

Mark Schieritz greift auf dem Herdentrieb-Blog nochmals das Thema "Enteignung der Sparer" auf und erklärt anschaulich, warum dieser Slogan aus gesamtwirtschaftlicher Perspektive als Argument gegen die niedrigen Leitzinsen verfehlt ist.

Die zentrale Passage:
"Mit gutem Grund also hat man den Zentralbanken nicht die Maximierung der Sparerträge, sondern die Maximierung der gesamtwirtschaftlichen Wohlfahrt ins Stammbuch geschrieben."
Wobei man hier noch anfügen könnte (im Beitrag wird dieser Punkt angerissen), dass die Maximierung der aktuellen Sparerträge noch nicht einmal sicherstellt, dass der Barwert der zukünftigen Gesamtersparniss maximiert wird, weil - wie Mark Schieritz schreibt - die absolute Ersparniss in der Zukunft bei (durch übermäßig restriktive Geldpolitik verursachter) suboptimaler Produktionsentwicklung geschmälert wird.  

Er schlussfolgert:
"Es gibt viele Argumente gegen langfristig niedrige Zinsen: Sie können Inflation verursachen oder zu Verzerrungen bei der Kapitalallokation führen – die Debatte über die Sparer ist nichts anderes als Wirtschaftspopulismus."
I couldn't agree more.

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