Samstag, 2. November 2013

Frage der Woche, 2013-KW44

Heute was zum Thema Außenwirtschaft.

Das US-Finanzministerium hat Deutschland dafür kritisiert, dass wir zu wenig Investieren und seit Jahren einen enormen Handelsüberschuss aufweisen. Deswegen die Frage:

Stimmt es, dass die enormen Handelsüberschüsse Deutschlands suboptimal sind und ein Problem für die Weltwirtschaft?

Hier ein Paar Quellen: 
Ich glaube, dass Deutschlands "Politik" aus globaler Sicht schlecht ist ... und vor allem auch, dass es langfristig auch für Deutschland schlecht ist, wenn man sieht, wie viel des im Ausland kumulierten Vermögens verloren geht.

ABER: Ich glaube auch, dass es nicht so einfach ist, etwas dagegen zu unternehmen, weil es ja keine zentral verordnete Politik ist, sondern das Ergebniss von Millionen von Lohnverhandlungen und anderen Entscheidungen in der Wirtschaft. Eine etwas expansivere Finanzpolitik (z.B. die von M. Fratzscher geforderten Infrastrukturinvestitionen) oder Reformen der Dienstleistungssektoren würden helfen, aber wahrscheinlich nicht ausreichen.

Was hilfreicher wäre, wäre eine Veränderung der öffentlichen Diskussion ... weg vom Schlagwort "Exportweltmeister" hin zu stärker makroökonomisch geprägten Argumenten.

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