Freitag, 29. November 2013

Höhe des Mindestlohns

Der Mindestlohn soll auf 8,50 Euro festgeschrieben werden ... allerdings erst ab 2017.

Unterstellt man eine mittelfristige Teuerungsrate von 2 % und einen Produktivitätsfortschritt von 1,5 % jährlich, dann sind das in vier Jahren in realer Lohnstückkosten-Rechnung nur noch knapp 7,50 Euro.

Für weite Teile der Wirtschaft in Ostdeutschland wahrscheinlich immer noch zu hoch (vor allem auch, weil die Produktivitätsgewinne dort geringer sein dürften), aber eben deutlich weniger, als wenn morgen ein bundesweiter Mindestlohn von 8,50 Euro eingeführt worden wäre.

Ein typischer wirtschaftspolitischer Kompromiss, bei dem die reale Aufweichung einer Position durch das Festhalten an nominalen Werten "verschleiert" wird (das ist nicht unbedingt negativ gemeint).

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