Dienstag, 3. Dezember 2013

Negativer Einlagenzins

Wo bekommt die F.A.Z. nur immer ihr Infos her?

Diesmal geht es um die Konsequenzen eines negativen Zinssatzes für Bankeinlagen bei der EZB, der in letzter Zeit diskutiert wird. Philip Plickert schreibt dazu:
" Der EZB-Rat hat wiederholt über das Für und Wider negativer Einlagenzinsen debattiert. Doch die Bedenken überwiegen. Der Strafzins wäre kontraproduktiv, wenn die Banken die zusätzlichen Kosten an ihre Kunden – die Kreditnehmer – weiterreichen. So ist es in Dänemark geschehen, wo man den negativen Einlagenzins versucht hat."
Und hier ist eine Abbildung, die zeigt, was in Dänemark wirklich passiert ist:


Die Graphik ist aus einer Studie von Nordea,  in der es dazu heißt:
"As the below charts illustrate, the pass-through has weakened further over the past year. This means that the negative CD rate only to a very limited degree passes through to the deposit rate offered to households. The pass-through to deposit rates offered to corporates is somewhat higher."
Die Fakten scheinen also zu sagen, dass es im Fall des dänischen Experiments mit negativem Einlagenzins nicht viel positive Effekte auf die Kreditzinsen gegeben hat ... was ja etwas anderes ist, als negative Effekte.

Und es gibt ja genug trifftige Gründe, dieses Politikinstrument kritisch zu beurteilen; so zeigte sich beispielsweise in Dänemark, dass die Volumen auf dem Interbankenmarkt deutlich zurückgegangen sind ... also ein Markt, der seit 2007 sowieso schon nicht mehr seine Funktion erfüllen kann, noch weiter geschwächt wurde. Aber bitte, liebe F.A.Z., reduziert doch wieder die Quote der einfach faktisch fragwürdigen Aussagen in Deinem Wirtschaftsteil!

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