Donnerstag, 12. Dezember 2013

QE im Euroraum

Die F.A.Z. berichtet darüber, dass der Chefvolkswirt der Deutschen Bank voraussagt, dass die EZB im nächsten Jahr mit einem Programm der quantitativen Lockerung (QE) beginnen wird.

Ein interessanter Aspekt kommt am Ende des Beitrags zur Sprache:
"Zugleich warnte er, dass aus QE auch ein „sehr starker umverteilender Effekt“ – eine Umverteilung nach oben – resultiere. Dies sei „ein wichtiges Problem“ in Amerika. In Europa hätte ein QE noch stärker umverteilende Effekte zugunsten der Reichen, weil die Quote der Aktionäre und Wertpapierbesitzer in der breiten Bevölkerung hierzulande geringer ist als in Amerika. Aus diesem Grunde würde QE in Europa auch weniger stark stimulierend auf die Volkswirtschaft wirken."
Dieser Aspekt der Umverteilung bzw. die Abhängigkeit des Wirkungsgrades eines QE-Programms von der Verteilung der Vermögenstitel in einer Volkswirtschaft ist aus wirtschaftspolitischer Sicht glaube ich sehr wichtig, wird aber in den gängigen Makromodellen (noch) nicht modelliert.

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