Dienstag, 4. Februar 2014

Produktionslücke im Euroraum

FT Alphaville berichtet über eine sehr interessante Kurzstudie von JP Morgan über die Produktionslücke im Euroraum.

Das Fazit ist, dass die wichtigen wirtschaftspolitischen Akteure im Euroraum das Ausmaß der Unterauslastung der Kapazitäten meilenweit unterschätzen.
"It’s an absolutely fascinating note, which argues above all that the ECB and the European Commission are wrong to think that the Euro area output gap is modest or that the growing unemployment rate is structural, given there is so little wage pressure in the region."


Die ganze Studie gibt's für registrierte FT-Alphaville-Nutzer hier.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Wenn man zum Beispiel nach Spanien schaut, ist ein wesentlicher Teil der Outputlücke wohl dem Ende des Immobilienbooms gewidmet. Was hilft es da, weiter Häuser zu bauen, die niemand kaufen will/kann. Ein Output, den niemand will ist nutzlos, verwendet Ressourcen und verschandelt die Umwelt. Entscheidend ist doch der "richtige" Output.

Jonas Dovern hat gesagt…

Es behauptet ja keiner, dass der Rückgang der Produktion/der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Euroraum komplett auf konjunkturelle Faktoren zurückzuführen ist. Aber die Bauwirtschaft alleine kann z. B. in Spanien ja nicht dafür verantwortlich sein, dass - nach EU-Methode - die NAWRU von ca. 10 auf über 25% gestiegen ist. (http://oekobeo.blogspot.de/2013/10/nawru-in-spanien.html)

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