Mittwoch, 19. Februar 2014

Starve the Beast?

Eine jetzt veröffentlichte Studie* von drei IWF-Ökonomen kommt zu dem Schluss, dass diese Taktik nicht die beste ist, um Wohlfahrtsgewinne zu erzielen.

Den Autoren geht es nicht um die optimale Staatsquote an sich, sondern um die Frage, ob die Starve-the-beast-Taktik eine gute ist, um die Staatsquote zu reduzieren. Hinter dem Begriff verbirgt sich das Vorgehen, erst die Steuern zu reduzieren, um ein Budgetdefizit zu provozieren, das später durch Ausgabenkürzungen reduziert wird.

Die Studie findet auf Basis eines Zwei-Länder-Modells positive Wohlfahrtseffekte nur unter optimalen Bedingungen.
"For thirty years, prominent voices have advocated a policy of starving the beast – cutting taxes to force government spending cuts. This paper analyzes the macroeconomic and welfare consequences of this policy using a two-country general equilibrium model. Under several strong assumptions, the policy, if fully implemented, produces domestic output and welfare gains accompanied by losses elsewhere. But negative effects can easily arise in the presence of longer policy implementation lags, utility-enhancing government spending, and productive government capital. Overall, the analysis finds no support for the idea that starving the beast is a foolproof way towards higher output and welfare."
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* Die Studie ist in der neuen Ausgabe des Journals for Macroeconomics erschienen. Eine frei zugängliche alte Version findet sich auf der IWF-Seite.

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