Donnerstag, 6. März 2014

Nochmal: Außenhandelsüberschüsse

"[...] Gabriel sollte auf dem Weg in sein Büro vor der Büste Ludwig Erhards innehalten und fragen, was den Vater des deutschen Wirtschaftswunders so populär gemacht hat. Wohl kaum das Zutrauen in die planwirtschaftlichen Fähigkeiten von Beamten in Brüssel oder Berlin, sondern sein Glaube an den Markt. Die Überschüsse sind kein Ergebnis staatlicher Steuerung, sondern eine Folge marktwirtschaftlicher Entscheidungen von Konsumenten, Arbeitnehmern oder Unternehmen, die täglich überlegen, wofür sie ihr Geld ausgeben oder ob sie es lieber sparen wollen. [...]

Leider haben die Deutschen ihr Geld im Ausland schlecht angelegt. Erst haben sich deutsche Banken mit amerikanischen Immobilien verspekuliert, dann wurde in Euro-Krisenstaaten viel deutsches Geld verkonsumiert. So wird der Sparer zum Dummen. Will man da auch noch Vorwürfe hören?"

Ich frage mich, 
  • wie man nach den Erfahrungen der letzten Jahre noch so felsenfest davon überzeugt sein kann, dass eine auf Märkten produzierte gesamtwirtschaftliche Entwicklung gut sein muss;
  • was an der Feststellung, dass Handelsbilanzungleichgewichte innerhalb des Euroraums zur Instabilität der vergangenen Jahre beigetragen haben, falsch sein soll;
  • wieso die hohen Verluste auf Auslandsinvestments dafür sprechen, sich das Thema nicht mal unvoreingenommen anzuschauen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen