Mittwoch, 19. März 2014

Prognose-Ranking 2013

Nachdem es die FTD ja nicht mehr gibt, hat das Handelsblatt die Aufgabe übernommen, die Dezember-Prognosen für das jeweils kommende Jahr von verschiedenen Prognostikern zu analysieren.

Der Bericht für 2013 (also für Prognosen aus dem Dezember 2012) ist diese Woche erschienen. "Gewonnen" hat dieses Jahr die Bundesbank. Die ganze Tabelle gibt es hier. (Kiel Economics war leider für 2013 nicht so weit vorne dabei; die These hinter der Deutschland-Prognose von KE ist allerdings auch, dass die offiziellen Statistiken noch deutlich nach oben revidiert werden.)

Das Handelsblatt hat zur Bildung des Rankings einen Ansatz herangezogen, bei dem Prognosen für verschiedene makroökonomische Größen berücksichtigt und zu einer Kennziffer verdichtet werden. Der Ansatz ist relativ einfach, aber angebracht und wurde für das Handelsblatt von zwei sehr guten Experten für die Evaluierung makroökonomischer Prognosen aus Washington entwickelt.
"Um die Genauigkeit der Prognose zu bestimmen, hat sich das Handelsblatt für die Summe der gewichteten Prognosefehler als Maßzahl entschieden. „Normalerweise würde man die Qualität verschiedener Prognosen Variable für Variable bewerten“, sagt Forscherin Tara Sinclair. Doch besser sei es, einen einzigen Wert für die Gesamt-Genauigkeit zu bestimmen.

Das Vorgehen war dabei wie folgt: Zunächst wurde bei jeder Variable die absolute Differenz zwischen prognostiziertem und tatsächlichem Wert berechnet und diese dann jeweils durch die Standardabweichung der jeweiligen Variable in den letzten 20 Jahren geteilt. Dadurch gehen die Prognosefehler bei jenen Variablen, die von Jahr zu Jahr meist stark schwanken, mit kleinerem Gewicht in die Wertung ein als bei Variablen, die sich weniger stark verändern."

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