Freitag, 11. April 2014

Frage der Woche, 2014-KW15

Heute eine akademische Frage im Kontext des neuen Aufsatzes über die Modellierung der "langfristigen Stagnation".

Braucht man die Annahme, dass Löhne (für einen Teil der Wirtschaft) nie, d.h. bis in alle Ewigkeit, ggü. einem einmal erreichten Niveau sinken können?

Dies ist nämlich der zentrale Kniff, über den Eggertson und Mehrotra erreichen, dass sich ein langfristiges Gleichgewicht mit negativem Zins und Unterbeschäftigung ergeben kann.

Vor dem Hintergrund, dass aggregierte Lohnsenkungen zwar schwierig und selten sind, aber sich nach heftigen Krisen wie gerade z.B. in Griechanland doch zeigen, erscheint mir diese Annahme nicht sehr plausibel.

(Ich habe jedoch noch nicht genau nachgerechnet, ob bei der Kalibrierung, wie sie im Aufsatz gemacht wird, Lohnsenkungen wie in Griechenland durch das Modell gedeckt wären (im Modell ist nur ein bestimmter Teil der Löhne nach unten begrenzt).)

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