Sonntag, 15. Juni 2014

Doku über Griechenland-Krise

Ein Buch mit Informationen über den Höhepunkt der Krise in Griechenland ist jetzt veröffentlicht worden.

... und zwar von der griechischen Zentralbank. Nun hat diese natürlich wahrscheinlich einen Anreiz die Krise so dramatisch wie möglich darzustellen. Aber allein die Fakten rufen nochmals in Erinnerung, wie dramatisch die Lage für den Euroraum damals war.

Den nochmals: Ich war und bin fest davon überzeugt, dass der Austritt eines Landes eine Kettenreaktion (von Bank-Runs) ausgelöst hätte, die mehrere Mitgliedsstaaten zur Aufgabe der gemeinsamen Währung gezwungen hätte.

Kleiner Auszug aus dem Handelsblatt-Bericht:
"Im Juni 2012 erreichte der Bargeldbestand in Griechenland 47,7 Milliarden Euro, gegenüber 20 Milliarden im Februar 2010. Aber wo war das viele Geld? Jedenfalls nicht bei den Banken. Deren Depositen fielen von Tag zu Tag weiter. Die Menschen standen Schlange vor den Geldautomaten. Allein am Freitag vor der Parlamentswahl flossen rund 3,5 Milliarden Euro ab. Von 238 Milliarden Euro Ende 2009 waren die Einlagen der Banken Mitte 2012 auf 150,5 Milliarden zusammengeschmolzen.

„Unser schlimmster Alptraum war damals, dass ein Geldautomat irgendwo im Land, und sei es in einem Provinzdorf, leer sein könnte oder einer einzigen Bankfiliale das Bargeld ausgeht“, erinnert sich Notenbankchef Provopoulos. „Eine solche Nachricht hätte sich wie ein Lauffeuer verbreitet und einen Sturm auf die Banken ausgelöst.“"

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