Donnerstag, 26. Juni 2014

Gefährliche Immobilienblase in Deutschland?

Die Grünen schlagen Alarm.

Aber gibt es wirklich Entwicklungen, die bzgl. der Finanzmarktstabilität Sorgen bereiten sollten? Ich habe bei der EZB mal kurz die relevantesten Daten nachgeschaut.

Entwicklung des Volumens der für den Immobilienkauf aufgenommenen Kredite in Deutschland (Veränderung ggü. dem Vorjahresmonat):

Die Dynamik des Neugeschäfts mit solchen Krediten (Mio. Euro):

In beiden Fällen zeigt sich nichts, das andeuten würde, dass in Deutschland gefährlich viele Immobilienkäufe "auf Pump" getätigt würden. (Die Wachstumsrate im oberen Bild ist für das nominale Volumen berechnet. D.h. real stagniert das Kreditvolumen mehr oder weniger.)

Das heißt alles nicht, dass es in Großstädten nicht zu (vielleicht) übertriebenen Preisanstiegen kommt. Aber gefährlich für die Stabilität des Bankensektors wird es ja erst, wenn mehr und mehr Geschäfte über Kredit getätigt werden und das Ausfallrisiko für die Banken dramatisch zunimmt.

Update: Oh, und nur mal zum Vergleich dazu ein Bild, das zeigt, wie sich das Volumen im Vorfeld einer richtig schönen Immobilienpreisblase entwickelt. Spanien (Veränderung der ausstehenden Hypothekenkredite ggü. Vorjahesmonat):

You see the difference?
 

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