Donnerstag, 5. Juni 2014

Konjunkturelles Strohfeuer?

In der F.A.Z. ruft H. Steltzner nach einer restriktiveren Geldpolitik.

Er begründet das u.a. damit, dass die "Allgemeinheit [...] die Folgekosten für das konjunkturelle Strohfeuer tragen" muss.

Nun kenne ich viele verschiedene Schätzungen für die Höhe des Produktionspotentials im Euroraum aus denen sich natürlich verschiedene Produktionslücken ableiten.

Aber eine Schätzung, nach der die Kapazitäten im Euroraum derzeit überausgelastet sind - nach denen sich ergo ein konjunkturelles Strohfeuer abzeichnet, sind mir noch nicht untergekommen.

Mir scheint es so zu sein, dass je länger die Inflationsrate und die Produktion unter ihren Ziel- bzw. Potentialmarken liegen vor allem jene, die vor einer Überfrachtung der Geldpolitik durch Zielvorgaben warnen, die über das Preisniveaustabilitätsziel hinausgehen, danach rufen, dass die Notenbanken nicht allein dafür sorgen sollten, dass sich die Inflation wieder in Richtung des Zielwertes bewegt, sondern außerdem auch  noch andere Aspekte in Betracht ziehen sollte.


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