Freitag, 6. Juni 2014

Reaktionen auf EZB-Entscheidung

Die Entscheidung der EZB von gestern (negativer Einlagezins und noch ein paar weitere Maßnahmen) haben ein breites Medienecho hervorgerufen.

Hier ein paar Beispiele: Das Handelsblatt, die F.A.Z. und die SZ kommentieren die Entscheidung. Und das Ergebnis fällt 2:1 gegen die EZB aus.

Wobei Einiges in den Kommentaren unklar bleibt. So moniert die SZ beispielsweise:
"Ein richtiger deutscher Bundesbanker hält natürlich nur ein Modell einer Zentralbank für angemessen: das der Deutschen Bundesbank. Doch diese Welt ist versunken. Vorbei die Zeiten, als Europas Währungshüter nur auf Preisstabilität starrten [...]"
Aber es sind ja gerade die Sorgen über eine langfristige Verfehlung des Inflationszieles, welche die EZB zu den außergewöhnlichen Maßnahmen bewogen haben.

Update: Die ehemaligen Kollegen vom IfW in Kiel kommentieren die EZB-Entscheidung von gestern auch sehr negativ.
"Alles in allem nehmen die Risiken zu, dass die EZB sich überhebt und zu viele Ziele anstrebt, für die sie letztlich nicht zuständig ist."
Ich stimme zu, dass große Unsicherheit bezüglich der Wirkungsweise (inkl. unerwünschter Nebenwirkungen) der neuen Maßnahmen besteht. Aber ich kann ehrlich gesagt nicht sehen, inwiefern sich die EZB neue Ziele gegeben hat. Das Ziel aller beschlossener Maßnahmen ist es, die Inflationsrate wieder in die Nähe von 2% zu bewegen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen