Montag, 20. Oktober 2014

Bankenrettung in Zypern

Vergangene Woche sind Sitzungsprotokolle der EZB in die Presse gelangt, die über die Beratungen zu Liquiditätshilfen für zypriotische Banken Aufschluss geben.

Die F.A.Z. berichtet über die Veröffentlichung in der NYT. Und was drin steht, ist kurzgesagt: Anscheinend waren die 2012 durch die nationale Zentralbank gewährten Notkredite im EZB-Rat nicht so unumstritten, wie es von der EZB dargestellt wurde.

Solche Hilfen an insolvente Banken sind nicht gerade förderlich, wenn die EZB gleichzeitig politisch dafür argumentieren muss, insgesamt eine expanisvere Politik zur Stabilisierung von Konjunktur und Inflationserwartungen zu machen.

Gleichzeitig zeigt die Geschichte wieder einmal, dass es im Euroraum eine wirkliche Bankenunion braucht, damit solche Situationen, in denen aus Angst vor einer systemischen Krise die Geldpolitik stillschweigend die Finanzpolitik unterstützt/unterstützen muss, nicht mehr entstehen können.

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