Donnerstag, 9. Oktober 2014

Herbstgutachten der Gemeinschaftsdiagnose

Das neue Gutachten der Gemeinschaftsdiagnose ist da.

Heute wurde es um 11h offiziell vorgestellt. In der Zusammenfassung heißt es:
"Die deutsche Konjunktur hat sich abgekühlt. Das Bruttoinlandsprodukt wird in diesem Jahr voraussichtlich um 1,3 Prozent steigen. Das 68-Prozent-Prognoseintervall reicht dabei von 1,1 bis 1,5 Prozent. Vor allem die schwächere Weltkonjunktur und eine verhaltene Investitionstätigkeit im Inland dämpfen die wirtschaftliche Entwicklung. Im kommenden Jahr dürfte die Produktion um 1,2 Prozent ausgeweitet werden. Dabei spielt aber auch eine Rolle, dass das kommende Jahr mehr Arbeitstage hat; kalenderbereinigt liegt die Expansionsrate nur bei 1,0 Prozent. Wichtigste Aufgabe der Wirtschaftspolitik ist es in diesem Umfeld, jetzt die Wachstumskräfte zu stärken und günstige Rahmenbedingungen für die Investitionstätigkeit zu setzen. Ein gewisser Spielraum für eine gestaltende Finanzpolitik steht hierfür zur Verfügung."
 



Die schlechten Neuigkeiten der Datenveröffentlichungen der letzten Tage haben auf den letzten Drücker noch mal zu einem Absenken der Prognose für die deutsche Konjunktur geführt (ggü. dem Stand bei meiner Abreise aus Berlin nach der ersten Arbeitswoche vor 1,5 Wochen).

Im Politikteil des Gutachtens kritisieren die Institute - wie schon im Frühjahr - die großen Maßnahmen der Koalition (Mütterrente, Rente mit 63, Mindestlohn), zeigen sich defätistisch in Bezug auf die weiteren Wirkungsmöglichkeiten der Geldpolitik und folgern nicht zuletzt aus diesem Punkt, dass die Finanzpolitik in Deutschland stärker expansiv ausgerichtet sein sollte.

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