Freitag, 5. Dezember 2014

Frage der Woche, 2014-KW49

Heute anlässlich der EZB-Rats-Sitzung von gestern.

Bereitet die EZB die Öffentlichkeit auf größere QE-Maßnahmen vor, in deren Rahmen auch Staatsanleihen gekauft werden?

Im gestrigen Statement auf der Pressekonferenz hieß es abweichend zum Vormonat nun nämlich:
"Based on our regular economic and monetary analyses, and in line with our forward guidance, we decided to keep the key ECB interest rates unchanged. As regards our non-standard monetary policy measures, we have started purchasing covered bonds and asset-backed securities. These purchase programmes will last for at least two years. Next week, we will conduct the second targeted longer-term refinancing operation, to be followed by six further operations until June 2016. Taken together, our measures will have a sizeable impact on our balance sheet, which is intended to move towards the dimensions it had at the beginning of 2012."
Im November hatte das noch "expected" geheißen.

Man wird im neuen Tower anscheinend ob der weiter niedrigen und sinkenden Inflationsrate nervöser und nervöser. Und unabhängig davon, ob die bislang angekündigten Maßnahmen der richtige Weg sind, würde ich sagen: völlig zurecht.

Die Inflationsrate im Euroraum ist im November wieder auf 0,3% gesunken und wenn man mit Leuten aus dem Finanzsektor spricht, dann interpretieren die die marktbasierten Inflationserwartungen mehrheitlich so, dass auch die langfristigen Inflationserwartungen mittlerweile deutlich unter 2% liegen.

Auf Sich von 1-2 Jahren wird auch die EZB pessimistischer und pessimistischer. Aus den neue staff projections:


Damit reduziert die EZB ihre Inflationserwartung für 2015 ggü. dem Vorquartal um 0,4 Prozentpunkte nach unten und für 2016 um 0,1 Prozentpunkte.

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