Montag, 5. Januar 2015

Grexit

Und schon sind sie wieder alle am rechnen.

Die F.A.Z. zitiert meinen ehemaligen Kollegen am IfW in Kiel mit einer Berechnung dazu, wie viel es Deutschland kosten würde, wenn es in Griechenland zu einer neuerlichen Umschuldung käme.
"Bei einem Schuldenschnitt Griechenlands würde der deutsche Staatshaushalt erheblich leiden. Der Finanzwissenschaftler Jens Boysen-Hogrefe beziffert die möglichen Verluste für Deutschland, einen der Hauptgläubiger Athens, auf bis zu 40 Milliarden Euro. So hoch wären die Abschreibungen, wenn Athen auf einem Schuldenschnitt beharrt, der seine Schuldenquote von derzeit 175 Prozent auf 90 Prozent senke, sagte der Ökonom vom Institut für Weltwirtschaft (IfW)".
Ich glaube, dass es ohne Reduzierung der Schuldenlast nicht gehen wird (und man hätte von vornherein die ehemaligen privaten Gläubiger viel stärker beteiligen sollen); aber ich kann mir immer noch nicht vorstellen, dass es einen Deal (oder einen einseitig erklärten Staatsbankrott) geben wird, der über eine Laufzeitverlängerung und ggf. nochmalige Reduzierung der effektiven Zinslast hinausgehen wird.

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