Montag, 23. Februar 2015

Does Austerity Pay Off?

Schicke (fast) neue Studie von Benjamin Born, Gernot Müller und Johannes Pfeifer.

Darin wird untersucht, wie sich eine Reduzierung des Staatskonsums um 1% kurz- und langfristig auf die zu zahlenden Zinsen für Staatsanleihen auswirkt.

Auf der Vox-Seite gibt es die Zusammenfassung. Und eine freie Version (von August 2014) des ganzen Papiers gibt es hier zum Download.


Die Autoren finden (basierend auf einem großen Paneldatensatz), dass die zu zahlende Risikoprämie kurzfristig hochgeht, wenn ein Land, das schon unter hohen Schulden ächzt, ausgabenseitige Sparprogramme auflegt, langfristig aber deutlich sinkt (Bildchen rechts unten).

Ich finde die Unterteilung zwischen Hochschulden- und Niedrigschuldenländern als Analyse nichtlinearer Effekte schon ganz gut.

Interessant (falls mit den Daten zu machen) zu sehen wäre aber, ob es nicht auch bzgl. der Höhe des Staatsausgabenschocks nichtlineare Effekte gibt. D.h. gilt das Ergebniss auch für den Fall, dass die Sparpolitik die Staatsausgaben um 2%, 5% oder 10% senkt? Oder sehen die Effekte dann schlechter aus, weil die negativen konjunkturellen Effekte überwiegen? Oder sind sie wohlmöglich sogar positiver, weil die Marktteilnehmer sehen, dass eine Regierung es ernst meint und die langfristigen Effekte auf das Wachstum nicht groß sind?

Further research needed ...!

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