Freitag, 27. Februar 2015

Eurokrise als Fehler der Geldpolitik?

... das legt ein Beitrag von David Beckworth nahe.

Ich halte auch die zwei Zinserhöhungen der EZB in 2008 (ein Schritt) und 2011 (zwei Schritte) für zwei kapitale Fehleinschätzungen - und zwar auch ex-ante bei den damaligen Informationsständen. (Gerade jetzt, wo es nicht an Kommentaren mangelt, die sich gegen expansive Maßnahmen der EZB aufgrund sinkender Ölpreise aussprechen.)

Allerdings bezweifel ich, dass eine weniger restriktive Geldpolitik alle derzeitigen Probleme des Euroraums behoben hätte, weil ich nicht glaube, dass sich die internen Ungleichgewichte in einem Umfeld höherer Inflation ohne Probleme abgebaut hätten, wie es Beckworth suggeriert. Einfacher wäre der Abbau schon gewesen ... aber eine formidable Krise des Euroraums hätte es aufgrund der Malaise in Griechenland trotzdem gegeben.

Und weil es die Dramatik der Situation des Euroraums so schön wiedergibt, hier noch eine Abbildung aus dem oben verlinkten Beitrag:


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