Donnerstag, 19. Februar 2015

Gut gepokert Euro-Gruppe!

Die griechische Regierung hat nachgegeben.

Heute wurde ein Antrag auf die Verlängerung des bisherigen Hilfsprogramms für 6 Monate gestellt, in dem die Regierung zusichert auch weiterhin mit den Geldgebern zusammenzuarbeiten.

Ich denke, ein Kompromiss mit etwas gelockerten Sparauflagen wäre langfristig besser gewesen, aber auf die die harschen Töne aus Athen konnte die Euro-Gruppe nicht anders reagieren als hart zu bleiben.

Update: Bzw. das Pokern ist noch nicht ganz zu Ende ... die Bundesregierung lehnt den Antrag Griechenlands anscheinend ab:
"Der Brief aus Athen ist kein substanzieller Lösungsvorschlag."
Der Euro-Kurs gab in der Folge weiter nach ...

Das Brinkmanship geht also weiter.

Update 2: Die F.A.Z. fasst die schwammigen Formulierungen des griechischen Antrags zusammen. Und die SZ erklärt, warum der Finanzminister dazu nicht sein OK geben kann:
"[...] Es ist müßig darüber zu streiten, ob der Brief aus Athen nun die nötigen Zusagen enthält oder nicht. Es reicht die simple Feststellung, dass er zu viel Spielraum für Interpretationen lässt. Man kann in den Brief einen guten Willen hineininterpretieren - aber auch eine Menge Hinterhältigkeit. Am Ende entscheidet dann die Glaubwürdigkeit der Akteure. Und so lange die Glaubwürdigkeit nicht da ist, kann ein verantwortungsbewusster Finanzminister seine Unterschrift nicht unter weitere Hilfen setzen. Hier geht es ja nicht um einen Überbrückungskredit oder über ein paar Reformzusagen, sondern um Abermilliarden, um die Regeln in der Euro-Zone, um die Biegbarkeit der Währung - und am Ende auch um den Bestand von Regierungen. [...]"

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