Dienstag, 17. März 2015

Proteste gegen EZB

Am Mittwoch wird wieder von "Blockupy" gegen die EZB protestiert werden.

Die Aussagen ausgewählter Aktivisten in diesem F.A.Z.-Beitrag tragen nicht wirklich dazu bei, dass verständlich wird, aus welchen (rationalen) Gründen die europäische Linke sich die EZB als Ziel des Protests ausgesucht hat.

Natürlich hat auch die EZB in den vergangenen Jahren einen Kurs der Sparpolitik vertreten, der für einige der Krisenländer (und vor allem den Euroraum als Ganzes) vielleicht zu restriktiv war; aber da gibt es in Europa duzende andere Institutionen und hunderte von Ökonomen, die das Gleiche vertreten (haben).

Gegenwärtig ist die expansive Politik der EZB (und ihre Dehnung der institutionellen Bestimmungen bis zum Äußersten) der Hauptgrund dafür, dass die Konjunktur in den Krisenstaaten nicht noch mehr abschmiert - und im Fall Griechenlands der einzige Grund dafür, dass das Land überhaupt noch Teil des Euroraums ist.

Aus meiner Sicht gäbe es also weitaus gerechtfertigte Ziele für Protest als die EZB.

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