Montag, 9. März 2015

QE und EZB-Prognose

H. Steltzner argumentiert in der F.A.Z. ein wenig schräg.

Und zwar in folgender Passage, in der er das QE-Programm der EZB als überflüssig brandmarkt:
"Inzwischen liegt die mittelfristige Inflationserwartung der EZB wieder bei 1,8 Prozent, also dort, wo die Teuerung nach dem von der Zentralbank willkürlich festgelegten Ziel liegen soll. Aber solche Fakten sollen das Kaufprogramm nicht stören."
Er bezieht sich dabei auf die jüngste Konjunkturprognose des EZB-Stabs. Nun ist es aber ja so, dass diese Prognose unter der Prämisse erstellt wurde, dass das QE-Programm durchgeführt wird. Es ist sehr stark zu vermuten, dass die EZB in einer Welt, in der das Programm nicht stattfinden würde, von einer deutlich schwächeren Inflationsentwicklung ausgehen würde. 

Als Argument gegen QE taugt das Zitieren dieser Prognose also überhaupt nicht.

Darüberhinaus ist die Prognose der EZB (aus politischen Gründen?) deutlich optimistischer als andere derzeit kursierende Vorhersagen.


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