Samstag, 11. Juli 2015

Bankeinlagen in Griechenland

Mit dem Regierungswechsel ging es los.

Seit den Wahlen von Januar 2015 sinken die Einlagen bei griechischen Banken in einem Tempo, das schneller ist als in den Jahren 2009-2012.


Wenn man das freundlich auslegt, dann führt man es darauf zurück, dass die 70%, die Syriza nicht gewählt haben, seitdem ihr Vermögen sichern wollten. Wenn man es zu Syrizas Ungunsten interpretiert, kann man sagen, dass die griechischen Wähler mit Syriza den Protest gewählt haben, aber was ihr Vermögen angeht, alle lieber mal auf Nummer sicher gegangen sind, weil sie ahnten, dass die neue Regierung zu einem neuerlichen wirtschaftlichen und finanziellen Chaos führen würde.

In jedem Fall ist dies ein Hauptgrund (neben dem Einbruch der Steuereintreibung) dafür, dass in Griechenland das Chaos eingetreten ist und zuletzt Kapitalverkehrskontrollen eingeführt werden mussten.

Sicherlich hätte man die Krise in den Jahren 2009-2014 besser managen können (von beiden Seiten). Aber ausgehend vom Zustand Ende 2014 kann man nicht sagen, dass Syriza viel richtig gemacht hätte. Im Gegenteil: Ein Großteil des aktuellen Chaos ist wohl auf die griechische Politik zurückzuführen.

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