Samstag, 11. Juli 2015

Handelsbilanz Griechenlands

Nicht klar, warum es langfristig nicht innerhalb des Euroraums weitergehen kann.

Wenn man sich die Leistungsbilanzentwicklung Griechenlands anschaut, dann kann man eigentlich nur zu dem Schluss kommen, dass eine Gesundung des Landes innerhalb des Euroraums nicht vollkommen unmöglich ist (wie es Befürworter eines Austritts gerne mal darstellen).





Nachdem die Leistungsbilanz seit 1999 immer und deutlich negativ gewesen war, war sie seit 2012 positiv. (Die Graphik zeigt den gleitenden Zwölfmonatsdurchschnitt.)

Die große Differenz zwischen dem Leistungsbilanzsaldo und den Nettogüterexporten ist auf die hohe Bedeutung des Tourismus in Griechenland zurückzuführen (Dienstleistungsexporte).

Natürlich wurde der positive Saldo inmitten einer Depression erreicht, d.h. viel ist über den Einbruch der Importe gelaufen. Aber auch die Exporte legten z.B. 2014 deutlich zu und es ist nicht klar, warum Griechenland nicht auf Dauer auch im Euroraum einen positiven Leistungsbilanzsaldo erreichen können sollte.

Zusammen mit der These, dass es für die Qualität der griechischen Institutionen wahrscheinlich auch von Vorteil wäre im Club der Euro-Länder zu bleiben und für die nächsten 20-30 Jahre unter Aufsicht der Kreditgeber zu stehen, kann man schon auch zu dem Schluss kommen, dass ganz langfristig ein Verbleib im Euroraum die beste Option für den Wohlstand in Griechenland ist.

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