Montag, 13. Juli 2015

Über die Natur öffentlicher Schulden

Ein Kommentar in der F.A.Z. nimmt eine Debatte über einen Satirebeitrag von D. Nuhr auf (die irgendwie an mir vorbeigegangen war).

Den Beitrag kann man lesen, muss man aber nicht. Aufgefallen war mir aber ein Satz, den es glaube ich zu kommentieren lohnt.

Rainer Hank schreibt:
"Kreditverträge ändern auch dadurch ihren Charakter nicht, dass als Schuldner und Gläubiger Staaten auftreten und nicht Privatpersonen."
Aber das stimmt ja nun eindeutig nicht. Schulden eines Staates sind natürlich anders als Schulden eines privaten Schuldners vor keinem Gericht einklagbar und Forderungen letzten Endes nicht vollstreckbar. (Auch wenn ein Staatsbankrott ohne erfolgreiche Verhandlungen mit den Gläubigern natürlich dazu führen kann, dass sich ein Staat über Jahre hinaus nicht am Kapitalmarkt finanzieren kann und ggf. damit rechnen muss, dass öffentliche Vermögenswerte im Ausland konfisziert werden.)

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