Montag, 12. Dezember 2016

Interview mit J. Weidmann

In der F.A.Z. spricht der Bundesbankpräsident über die Nebenwirkungen der expanisven Geldpolitik.

Eine der wichtigesten Antworten:
"[FAZ:] Was sagen Sie einem Leser unserer Zeitung, der nur ein Sparkonto hat und für sein angelegtes Geld gar nichts bekommt - oder sogar noch Gebühren zahlen muss. Und nun sieht er, dass es den reichen Immobilienbesitzern und Aktieninhabern prima geht. Ihm können Sie doch nicht erzählen, dass dafür in Südeuropa irgendjemand eine Arbeit gefunden hat?

[J. Weidmann:] Noch vor gut zehn Jahren galt die Geldpolitik für Deutschland als zu restriktiv und für Südeuropa als zu expansiv, nun sind die Rollen vertauscht. Das belegt doch nur die Bedeutung wirtschaftlicher Konvergenz in der Währungsunion, für die die Politik in der Verantwortung steht. Der Maßstab für die Geldpolitik ist Preisstabilität im Euroraum als Ganzes. Sie darf sich nicht an den Interessen bestimmter Bevölkerungsgruppen oder Länder ausrichten oder andere politische Ziele verfolgen."

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